Licht am Himmel der Ökumene

Im Verlauf der vergangenen zwei Jahre gab es  in Reussbühl und Littau keine ökumenischen Gottesdienste mehr. Das soll sich jetzt ändern.

 

Die einzige Ausnahme bildeten die Gottesdienste zum  Weltgebetstag der Frauen, die nach wie vor stattfinden.

Der ökumenische Besuchsdienst ist das einzige Angebot, das von reformierten und katholischen Christen gemeinsam angeboten und durchgeführt wird. Eigentlich wäre die Ökumene im heutigen Kirchenverständnis eine so bedeutsame Grösse, dass sie nicht einfach wegzudenken ist. Im Gegenteil.  Wo die ökumenische Zusammenarbeit nicht stattfindet, fehlt ein wesentlicher Bestandteil von Kirchlichkeit. So verwundert es auch nicht, dass es seitens unserer Pfarreimitglieder  im Verlauf der vergangenen zwei Jahre immer wieder kritische Anfragen zur fast nicht vorhandenen Ökumene gab.

 

Neuer Anfang

Seit Oktober 2011 amtet Julia Gros als reformierte Pfarrerin in Littau-Reussbühl. Für die gebürtige Karlsruherin ist die Ökumene schon von Kindheit an etwas  Selbstverständliches. Sie selber stammt aus einem Elternhaus, in dem die Mutter katholisch und der Vater reformiert ist. So lag es nahe, dass es im Januar 2012 ein Gespräch zwischen Julia Gros, Bernhard Koch (Gemeindeleiter a.I. Littau) und Volker Eschmann stattfand, bei dem die Frage der ökumenischen Zusammenarbeit besprochen wurde. In diesem Gespräch herrschte Einigkeit, dass es zukünftig unbedingt wieder vermehrt gemeinsame Anlässe geben müsse.

 

Gemeinsamer Bettagsgottesdienst

Ein erster Schritt in diese Richtung soll der gemeinsame Gottesdienst zum Bettag sein, der in diesem Jahr am Samstag, 15. September, um 18.00 Uhr im reformierten Kirchenzentrum gefeiert werden soll. Darüber hinaus gibt es einige Ideen für gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Spiritualität, Diakonie und Erwachsenenbildung. Die Gemeindeleitenden waren sich allerdings einig, dass es nicht sinnvoll ist, aus dem Stand alles auf einmal umsetzen zu wollen. Aufbauarbeit braucht viel Einsatz an Arbeitskraft, ehrenamtlich genau so wie hauptamtlich. Leider fehlen zur Zeit  es auf allen Seiten vorab beim Fachpersonal Mitarbeitende.

 

Zusammenarbeit planen

Julia Gros, Bernhard Koch und Volker Eschmann werden die Ideen und Vorschläge mit den entsprechenden Mitarbeitenden in den jeweiligen Pfarreien und Gruppierungen besprechen und dann einen Plan zur ökumenischen Zusammenarbeit entwerfen. Sobald es dazu konkrete Ergebnisse gibt, werden wir darüber selbstverständlich informieren. An dieser Stelle soll es aber auch nicht unterlassen werden, Julia Gros für Ihre Arbeit in Littau – Reussbühl weiterhin Gottes Segen zu wünschen. Der Start war erfolgreich, möge der Flug ebenso verlaufen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Volker Eschmann