Thema der Fastenzeit: Entwicklung braucht Gleichberechtigung
70 Prozent der Hungernden weltweit sind Frauen. Damit sich die Weltbevölkerung auch 2050 noch ernähren kann, braucht es eine Steigerung der weltweiten Nahrungsproduktion um 100 Prozent und eine deutlich gerechtere und grünere Wirtschaft. Die Ökumenische Kampagne 2012 zeigt auf, dass es dafür die Kräfte von Männern und Frauen braucht. Sie stellt Projekte vor, welche erfolgreich sozial und nachhaltig arbeiten.
Ein im vergangenen Jahr erschienener Bericht der Uno-Welternährungsorganisation FAO zeigt eindrücklich, dass Frauen in den Ländern des Südens 43 Prozent aller landwirtschaftlichen Arbeitskräfte ausmachen. Hätten diese Frauen den gleichen Zugang zu Land, Saatgut, Wasser und Ausbildung wie die Männer, könnten sie den Ernteertrag ihrer Felder um 20 bis 30 Prozent steigern, schätzt die Studie. Damit liesse sich der landwirtschaftliche Ertrag dieser Länder um bis zu 4 Prozent erhöhen und den Anteil hungernder Menschen weltweit um rund 12 bis 17 Prozent reduzieren.
Konferenz Rio+20
Die im Juni 2012 geplante Konferenz Rio+20, Die Nachfolgekonferenz des Erdgipfels von 1992, soll einer nachhaltigen Entwicklung zu mehr Schwung verhelfen. Thematische Schwerpunkte werden dabei der Kampf gegen die Armut, die nachhaltige Entwicklung mit der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und die Einbindung einer grüneren Wirtschaft in die politischen Systeme sein. Auf http://www.rechtaufnahrung.ch/ stellen die Hilfswerke sechs Projekte vor. Eines davon soll am Weltgipfel vorgestellt werden.
