"Ich bringe jeden Morgen die Post" 

Am 29. Januar starb, 88-jährig, Sr. Canisia von Riedmatten. Sie war die erste Directrice des Betagtenzentrums Staffelnhof.

 
 

 

Sr. Canisia, zweite von links, kam mit drei Mitschwestern 1965 nach Reussbühl. Sie übernahmen die Aufgaben der wegziehenden Baldegger-Schwestern. 

 
 

Die Walliserin aus dem Gommer Hauptort Münster pflegte den guten  Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern. "Am besten sehe ich, we es einem Pensionär geht, wenn ich ihm am Morgen die Post aufs Zimmer bringe", sagte sie einmal. Und sie war offen für viele Ideen, welche das Haus zum Treffpunkt machten: Aussstellungen, Veranstaltungen, Seminare.

Die Oberin des Bürgerheims Oermättli wirkte von Beginn weg in den Planungsgremien des neuen Betagtenzentrums Staffelnhof mit und wurde als erste Directrice des 1976 bezugsbereiten Heimes gewählt.  Mit ihr waren zeitweise bis zu 20 Schwestern von der Schwesterngemeinschahft der hl. Familie  aus Holland im Einsatz. Der offene Geist der Chefin strahlte weit aus. Sie unterstützte auch viele Ideen von teils freiwilligen Mitarbeitenden. Die damals auf freiwilliger Basis, heute professionell weiterbetrieben werden.

Nach ihrer Pension half Sr. Canisia 1995 in tschechischen Roudnice - zusammen mit Sr. Marlies -  beim Aufbau eines Hauses für Mutter und Kind und sie nahm sich dort auch der Roma-Famlien an.

In den letzten Jahren ist es ruhiger geworden um Sr. Canisia. Sie wollte auch nicht für die Schrift zur Wiedereröffnung des Staffelnhofes anno 2013 fotografiert werden. Die Zeiten haben sich geändert. Wir werden Sr. Canisia ein gutes Andenken bewahren.