Flüchtlingssonntag

Am Sonntag, 21. Juni 2020 rufen wir uns jene Menschen in Erinnerung, die weltweit eine neue Heimat, ein neues, lebenswertes Leben, Frieden und Gesundheit suchen. Es sind zur Zeit über 70 Millionen. Vergleichsweise wenige davon hoffen in der Schweiz auf unsere Solidarität. 

 

Spezieller Gottesdienst

Am 21. Juni 2020 gestaltet zwei Mitglieder einer Gruppe aus der Pfarrei den Gottesdienst unter dem Thema «Gastfreundschaft». Franziska Dahinden, Jürg  Kretz und ich haben uns die Frage  gestellt, welches die Ängste und  Vorurteile der Einheimischen gegenüber  geflohenen Menschen sind, die unter uns wohnen und umgekehrt. Als Christinnen und Christen haben wir den biblischen Auftrag, die Fremden gastfreundlich bei uns aufzunehmen. Was bedeutet diese Gastfreundschaft in unserem Dorf, in der Schweiz für uns?

Franziska Dahinden und Jürg Kretz gehören einer Gruppe an, die in unterschiedlicher Zusammensetzung auch in Zukunft ab und zu an Wochenenden Gottesdienste gestalten werden. Damit tragen die Freiwilligen bei  zu einer vielfältigen Liturgiekultur. Ich danke den Frauen und Männern, die sich bereit erklärt haben diesen Dienst zu übernehmen in und für unsere Pfarrei und ich freue mich auf ihr Mittun.  Gaby Fischer 

 

Beim Namen nennen

Seit 1993 sind an den Aussengrenzen Europas 38 739 Flüchtlinge umgekommen. Und das sind nur die dokumentierten Fälle. Sie werden von United against Refugee Deaths exakt dokumentiert und aufgelistet. Viele sind im Mitelmeer ertrunken, wurden  erschossen, sind erstickt,  Eine Aktion von Solinetz zum Flüchtlingstag  macht auf diese Situation aufmerksam.

 

Solinetz appelliert dabei die Bevölkerung, sich mit den Not leidenden Menschen auf den griechischen Inseln zu solidarisieren. In Luzern frinden folgende Aktionen statt:  

 
 

 

Seit neun Jahren kämpft die syrische  Familie von Hamid al-Beik (Name geändert) in grösster Armut  in der libanesischen Bekaa-Ebene ums Überleben. Mit Unterstützung von Caritas. Bild Caritas, Alexandra Wey

 

 
 

Namen lesen

Seit 1993 sind mindestens 38739 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Die Namen der Verstorbenen werden vorgelesen und die Umstände ihres Todes genannt. Musik oder Stille jeweils zur vollen Stunde.

Mittwoch, 24. Juni, 12.12 bis Donnerstag, 25. Juni 12.24 (24 Stunden durchgehend), Peterskapelle

 
 

Namen schreiben

Die Namen aller Verstorbenen werden auf Stoffstreifen geschrieben und an lange Bänder gehängt. Nach Abschluss der Aktion tragen die Teilnehmenden die Bänder mit den Stoffstreifen über die Seebrücke zum Regierungsratsgebäude und übergeben sie dort mit der Petition, dass der Kanton Luzern sich an der Aktion «Evakuieren jetzt» beteiligt.

Donnerstag, 25. Juni, 12.30, Peterskapelle/Regierungsgebäude

 

Das gesamte Programm und weitere Informationen zum Flüchtlingstag finden Sie unter

www.beimnamennennen.ch/luzern

 

Solinetz Luzern

Das Solinetz Luzern ist ein Bündnis aus unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen der Zentralschweiz, die sich für ein humanes Asylwesen und einen solidarischen Umgang mit  geflüchteten Menschen engagieren. Es will mit seinem Engagement Menschen in Not vernetzen, beraten und für ihre Anliegen sensibilisieren.  Die Katholische  Kirche Reussbühl ist - ganz im Sinne ihres Patrons - Teil  von Solinetz.